Programm

Parallele Seminare zur Auswahl

Dienstag, 17.09. - Vormittag:

  • Seminar 1: Änderungs-Management
  • Seminar 2: Wissens-Management
Dienstag, 17.09. - Nachmittag:
  • Seminar 3: Stakeholder-Integration
  • Seminar 4: Inkonsistenz-Management
Mittwoch, 18.09. - Vormittag:
  • Seminar 5: Kollaboratives Engineering
  • Seminar 6: Design Thinking und TRIZ
  • Vortragsreihe am Vormittag
Mittwoch, 18.09. - Nachmittag:
  • Seminar 7: Digital Twin Engineering
  • Seminar 8: Digitale Smart Services
  • Vortragsreihe am Nachmittag

Dienstag, 17. September 2019

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter

SEMINARE VORMITTAG

09:00 Uhr

Parallele Seminare Vormittag
Seminar 1 - Innovation bedeutet Ändern! So können Sie eine schnelle Reaktionsfähigkeit auf die Marktveränderungen sicherstellen mehr
Änderungen können nicht nur lokal betrachtet werden, sondern benötigen einen Managementansatz, der über Abteilungsgrenzen und Domänen hinweg reicht. Daher wurden im Rahmen des Sonderforschungsbereichs (SFB) 768 ganzheitliche, systematische Ansätze zur Gestaltung von Änderungen sowohl in der Produktentwicklung als auch in der Produktion entwickelt.
Wir laden die Industrieteilnehmer dazu ein, in einem interaktiven Workshop die Ergebnisse der Forschung mit Ihren Herausforderungen zu verknüpfen und so die wissenschaftlichen Ergebnisse im Bereich des Änderungsmanagements anwendungsnah erleben zu können. Diese Resultate werden im Rahmen des Workshops auf konkrete Problemstellungen der Industrieteilnehmer angewandt und durch den gemeinschaftlichen Austausch von Best Practices ergänzt.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Ganzheitliches Bild des Änderungsmanagementsystems erarbeiten und verstehen
  • Herausforderungen im Änderungsmanagement identifizieren
  • Potenziale in der Weiterentwicklung des eigenen Änderungsmanagement erkennen

Referent: Christian Dengler | Technische Universität München

Christian Dengler studierte Maschinenbau an der Technischen Universität München (TUM). Seit Oktober 2015 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Regelungstechnik der TUM und befasst sich unter anderem mit Computational Intelligence und der Anwendung von Methoden des Machine Learning zur Regelung nichtlinearer Systeme.

Referent: Felix Brandl | Technische Universität München

Seit seinem Studium des Maschenwesens an der TU München und einem dreijährigen Auslandsaufenthalt in Italien widmet sich Felix Brandl im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 768 (DFG) dem Zyklenmanagement von Innovationsprozessen. Aus produktionstechnischer Perspektive gilt sein Interesse dabei insbesondere der ganzheitlichen Gestaltung von Änderungen an Produktionssystemen. In der Lernfabrik für Schlanke Produktion der TUM gibt er zudem seine praktischen Erfahrungen als Lean-Berater an Studierende und Unternehmen weiter.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Gunther Reinhart | Technische Universität München

Prof. Dr.-Ing. Gunther Reinhart ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswissenschaften und Montagetechnik am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Technischen Universität München. Gleichzeitig ist er Vorstandsvorsitzender des Bayerischen Clusters für Mechatronik und Automation e.V. Seit dem 1. Juli 2016 ist Prof. Reinhart geschäftsführender Institutsleiter der Fraunhofer Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (FhG IGCV). Prof. Reinhart ist Aufsichtsrats- und Beiratsmitglied in verschiedenen Unternehmen sowie als Berater tätig.

Referent: Harald Bauer | Technische Universität München

Harald Bauer M.Eng., geb. 1994, studierte von 2011 bis 2016 „Produktion und Automatisierung“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und der EPF Ecole d’ingénieurs. Seit September 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Technischen Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst die Analyse von Änderungsauswirkungen in der Produktion.

Referent: Dr. Julia Reif | Ludwig-Maximilians-Universität München

Julia Reif lehrt und forscht seit 2008 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationspsychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. In ihrer Promotion hat sie sich mit der Frage beschäftigt, wann und warum Menschen beginnen zu verhandeln. Julia Reif ist als Vortragende auf Konferenzen und Tagungen, sowie als Autorin zahlreicher Fachbeiträge aktiv. Sie beschäftigt sich aktuell mit Verhandlungsinitiierungen, Gesundheit und Stress am Arbeitsplatz, Prozessen der Zusammenarbeit in Teams und sozialer Beziehungsregulierung. Als engagierte Dozentin unterrichtet sie auch an der Deutschen Versicherungsakademie im Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft. Seit 2007 ist Julia Reif als freiberufliche wissenschaftliche Beraterin in den Bereichen Organisationsdiagnostik, Organisationsentwicklung und Organisationskulturentwicklung tätig.

Referent: Michael Sollfrank | Technische Universität München

Michael Sollfrank studierte Maschienenwesen an der TUM und arbeitet seit 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme (TUM - AIS). Seine Forschungsschwerpunkte sind die modellbasierte Entwicklung sowie Themen rund um die industrielle Kommunikation.

Referent: Niklas Kattner | Technische Universität München

Niklas Kattner studierte Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Schwerpunkt „Integrierte Produktentwicklung“. Seit April 2015 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktentwicklung und Leichtbau der Technischen Universität München. In seiner Forschung am Lehrstuhl und im Sonderforschungsbereich 768 beschäftigt er sich mit der retrospektiven Analyse von Änderungsinformationen zur Verbesserung des technischen Änderungsmanagements und der Produktentwicklung.

Referent: Torsten Krzywania  | BMW Group

Torsten Krzywania hat seine Karriere bei BMW im Jahr 2001 als Struktur- und Logistikplaner in der Technologie-Montage begonnen und war u.a. auch als Fertigungstechnikspezialist, Produktionsspezialist und Lean Management Spezialist in der Technologie Montage tätig. Seit 2011 nahm Herr Krzywania verschiedene Führungsfunktionen im In- und Ausland wahr, wie Fertigungsgruppenleiter Endmontage und Leiter Prozessverbesserung. Für MINI Oxford/UK war er in leitender Funktion für F1, Prüfstandslinien, Finish, Fahrdynamische Prüfung, Kurzprüfstrecke und Anlauf verantwortlich. Von 2016 bis September 2018 folgte die Leitung der Funktion Fertigungssteuerung, Industrial Engineering, Prozessverbesserung, Anlagentechnik, Industrie 4.0 und Instandhaltung im BMW Werk Regensburg. Seit Oktober 2018 ist Hr. Krzywania nun in der Zentrale in München für die Montagestrategie, dem zukünftigen Blueprint, die Greenfields , WPS, der Digitalisierung und Standardisierung verantwortlich.

Referent: Sajedeh Haghi | Technische Universität München

Mit einem Bachelor-Abschluss in Maschinenbau von der Guilan Universität (Iran), absolvierte Sajedeh Haghi in 2015 mit ihren Master in Produktionstechnik an der RWTH Aachen. Während ihrer etwa dreijährige Beratungstätigkeit bei der PRS Technologie Gesellschaft mbH, hat sie sich primär mit Projekten im Bereich Qualitäts- und Produktionsmanagement beschäftigt. Seit November 2018 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften der Technischen Universität München tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Themen Änderungsmanagement in der Produktion sowie Fabrikplanung.

Seminar 2 - Knowledge Management – Wissen agil für Innovationen nutzen mehr
In diesem Workshop identifizieren Sie im ersten Schritt mögliche Schwachstellen Ihrer bisherigen Organisation entlang von drei verschiedenen Perspektiven des Wissensmanagements und reflektieren diese. Anschließend erhalten Sie konkrete Ansätze zur Verbesserung Ihrer sozialen, technischen und organisationalen Wissensmanagement-Praxis und leiten geeignete Schritte für Ihr Unternehmen ab.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

Im Workshop identifizieren Sie im ersten Schritt mögliche Schwachstellen Ihrer bisherigen Organisation von Wissen entlang von drei verschiedenen Perspektiven des Wissensmanagements und reflektieren diese. Anschließend erhalten Sie konkrete Ansätze zur Verbesserung Ihrer sozialen, technischen und organisationalen Wissensmanagement-Praxis und leiten geeignete Schritte für Ihr Unternehmen ab. Die Ansätze werden Ihnen im Workshop praktisch nahegebracht und anhand von Anwendungsbeispielen illustriert. Der Workshop bietet außerdem Gelegenheiten zum branchenübergreifenden Networking und Erfahrungsaustausch mit Experten aus Forschung und Praxis. Alle Teilnehmer/innen erhalten abschließend ein Handout, das die vorgestellten Ansätze zur Optimierung des Wissensmanagements für den Innovationskontext zusammenfasst.
Referent: Gennadiy Koltun | Technische Universität München

Gennadiy Koltun studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Dresden (TUD) mit dem Abschluss zum Dipl-Ing. im Jahr 2016. Seit Juni 2016 ist Gennadiy Koltun wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Automatisierung und Informationssystem der Technische Universität München (TUM). Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Themen modellbasiertes Engineering, Kopplung und Integration von Engineering-Modellen –und Dokumenten sowie das Wissensmanagement im Kontext von zyklischen Innovationen.

Referent: Johan Buchholz | Technische Universität München

Johan Buchholz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Munich Center for Technology in Society (MCTS) an der Technischen Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wirkungen von Veränderungsprojekten in bestehenden Organisationen und institutionelle Reflexivität in Innovationsprozessen.

Referent: Josef Heribert Gammel | Ludwig-Maximilians-Universität München

Josef H. Gammel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Wirtschafts- und Organisationspsychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschung umfasst u.a. psychologische Grundlagen von Kreativität und Innovation von Individuen, Teams und Multiteam-Systemen. Im Besonderen beschäftigt er sich mit Führungsprozessen sowie Wissensaustausch in und zwischen Gruppen. Neben seiner Forschungstätigkeit ist er als Unternehmensberater mit den Schwerpunkten HR, Strategie- und Organisationsentwicklung tätig.

Referent: Juliane Wissel | Technische Universität München

Juliane Wissel ist seit März 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Dr. Theo Schöller-Stiftungslehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement der TUM School of Management. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Interaktion von Unternehmen mit Open Source Software (OSS) Communities. Sie untersucht die Prozesse, die Unternehmen einführen, um sicherzustellen, dass keine vertraulichen Informationen, wie z. B. proprietärer Code, in die OSS Communities getragen werden. Bevor sie sich der Forschung widmete, absolvierte Juliane Wissel Praktika in der Strategieentwicklung und im Qualitätsmanagement. Sie erlangte den B.Sc. und M.Sc. in Technology & Management an der Technischen Universität München.

Referent: Dr.-Ing. Markus Mörtl | Technische Universität München

Dr. Mörtl war nach seiner Promotion an der Technischen Universität München (TUM) mehrere Jahre bei der Robert Bosch GmbH in den Bereichen Prozessentwicklung und Fertigungs-/Montageplanung tätig. Seit 2005 ist er als Oberingenieur am Lehrstuhl für Produktentwicklung und Leichtbau der TUM in Lehre und industrienahen Forschungsprojekten u.a. in den Bereichen „Zyklenmanagement und Einflussgrößen auf die Produktplanung“ (SFB 768) und „Kostenmanagement in der Produktentwicklung“ tätig. Für das VDI Wissensforum und an der Freien Universität Bozen hält er seit vielen Jahren Vorträge und Vorlesungen. Dr. Mörtl ist Mitglied des Fachbeirats Produktentwicklung und Mechatronik der VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung, im Fachausschuss 317 „Wertanalyse im Produktentwicklungsprozess“ und engagiert sich bei der Forschungsvereinigung Antriebstechnik FVA e.V. im Arbeitskreis Kostenmanagement.

Referent: Tobias Drewlani  | Technische Universität München
12:40 Uhr
Keynote ASE & Innovation 360°:
Industrie 4.0 braucht Education 4.0 mehr
Gesellschaft, Arbeitswelt und Ausbildungswesen sind geprägt von technologischen Umbrüchen, Demografie-Wandel, Migration und zunehmender Digitalisierung in allen Lebensbereichen. Dieser Wandel bedingt ganz neue Unternehmens- und Ausbildungskonzepte, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Der Schlüssel, um eine Vorreiterrolle auf dem Feld innovativer Arbeitsorganisationen und Ausbildungskonzepte einzunehmen, ist das Arbeiten und Denken in Netzwerken, das eigenverantwortliche Agieren und selbstbestimmte Arbeiten, um die Stärken der einzelnen Individuen maximal einzusetzen. Dies impliziert einen Managementansatz, bei dem nicht Hierarchien, sondern Aufgaben im Fokus stehen. Dafür benötigen wir analog zur Industrie 4.0 die passende Education 4.0 – d.h. Möglichkeiten und Konzepte, um junge, vor allem technisch gut ausgebildete Menschen, die neben dem fachlichen Know-how ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und Motivation mitbringen, einzubinden und dauerhaft zu fördern. 
Referent: Dr. Rainer Stetter  | ITQ GmbH
13:20 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung

SEMINARE NACHMITTAG

14:20 Uhr

Parallele Seminare Nachmittag
Seminar 3 - Stakeholder-Integration im Innovationsprozess – Werkzeuge zur erfolgreichen Umsetzung mehr
Der Workshop betont einerseits Potentiale, die sich aus der Integration von Stakeholdern in den Innovationsprozess ergeben. Andererseits werden Risiken einer inadäquaten Berücksichtigung von Stakeholdern beleuchtet. Die Teilnehmenden lernen die verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses kennen, wie sich Stakeholder in allen Phasen integrieren lassen und in welchen Phasen welche Herausforderungen auftreten können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Potentiale der Stakeholderintegration für den Innovationsprozess
  • Werkzeuge zur erfolgreichen Umsetzung der Stakeholderintegration

Referent: Jakob Trauer | Technische Universität München

Jakob Trauer studierte Maschinenwesen im Bachelor- sowie im Masterstudium an der TUM. Die Schwerpunkte seiner Ausbildung lagen zum einen im Bereich Antriebssystemtechnik und zum anderen im Bereich Produktentwicklung. Seine Masterarbeit befasste sich mit der Unterstützung des Managements von Entwicklungsprozessen durch die quantitative Analysen von Entwicklungsdaten. Die zugrundeliegende Forschung führte er an der DTU in Kopenhagen durch. Seit 2018 ist Jakob Trauer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktentwicklung und Leichtbau. Zurzeit arbeitet Herr Trauer an datengetriebener Produkt- und Prozessentwicklung, Konzeptionierung von digitalen Zwillingen sowie agilen Methoden in der Produktentwicklung.

Referent: Jörg Weking | Technische Universität München

Jörg Weking ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München (TUM). Er studierte Wirtschaftsinformatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) in Münster, an der Turku School of Economics (TSE) in Finnland und an der Queensland University of Technology (QUT) in Brisbane, Australien. Seine Forschung behandelt Geschäftsmodellmuster und -innovationen und Produkt-Service Systeme. Seine Arbeit wurde veröffentlicht in Fachzeitschriften, wie electronic markets und Communications of the AIS sowie in Konferenzbänden, wie von der European Conference on Information Systems, der internationalen Tagung Wirtschaftsinformatik und der Americas Conference on Information Systems.

Referent: Julia Eggers | Technische Universität München

Julia Eggers studierte Wirtschaftsinformatik im Bachelor- sowie im Masterstudium an der TUM und an der Tongji University in Shanghai, China. Die Schwerpunkte ihrer Ausbildung lagen zum einen im Bereich IT-Projektmanagement und zum anderen im Bereich Business Analytics. Praktische Erfahrungen führten sie unter anderem zur Allianz Technology, Porsche, Senacor und Celonis. In ihrer Masterarbeit befasst sie sich mit der Unterstützung von M&A Due Diligence Prozessen durch die Big Data Analytics Technologie Process Mining. Seit 2019 ist Julia Eggers wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik bei Prof. Helmut Krcmar. Ihre Forschungsgebiete umfassen IT-gestütztes Geschäftsprozessmanagement sowie den Einsatz von Big Data Technologien im organisationalen Kontext.

Referent: Dr. rer. nat. Markus Böhm | Technische Universität München

Dr. Markus Böhm ist Forschungsgruppenleiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München (TUM). Er hat Wirtschaftsinformatik an der Universität Erlangen-Nürnberg studiert und an der TUM promoviert. Darüber hinaus hat er Industrieerfahrung als Projektmanager, Analyst und Softwareentwickler in verschiedenen Unternehmen gesammelt, darunter fortiss, Siemens, Bosch und BMW. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen IT-getriebene Geschäftsmodellinnovationen und der Rolle von IT bei Unternehmensübernahmen (M&A) und Desinvestitionen (Carve-Out). Markus lehrt Informations- und Wissensmanagement an der TUM sowie der Universität Freiburg (Schweiz) und ist Referent für die Themen Digitale Transformation, Geschäftsmodellentwicklung und Ökosystemmodellierung im Executive Education Programm der TUM.

Referent: Sebastian Hermes | Technische Universität München

Sebastian Hermes ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität München. Er hat einen Master-Abschluss in Entrepreneurship von der Universität Liechtenstein und einen Bachelor-Abschluss von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Sebastian hat fünf Jahre bei Roche gearbeitet und Thinkfield mitbegründet. Seine Forschung behandelt digitale Plattformen und Datenschutz. Seine Arbeiten sind in internationalen Konferenzen wie der Hawaii International Conference on System Sciences, der European Conference on Information Systems und der Pacific Asia Conference on Information Systems erschienen.

Seminar 4 - Inkonsistenzen in Innovationsprojekten erkennen und beherrschen mehr
Unternehmen können in der kompetitiven globalen Wirtschaft ohne Innovation nicht mehr bestehen. Dies spiegelt sich auch in zunehmend kürzeren Entwicklungszyklen wider. Eine inhärente Folge davon sind entstehende Inkonsistenzen zwischen Systemspezifikationen und Komponenten. Werden diese widersprüchlichen Informationen und Dokumentation nicht frühzeitig erkannt, können sie zu hohen Kosten und Projektverzögerungen führen. Insbesondere die Arbeit in einem interdisziplinären Umfeld stellt die Identifikation von Inkonsistenzen vor enorme Herausforderungen.

Die Grundlage und Methoden werden in interaktiven Tutorials vermittelt:
  • Identifizierung inkonsistenter Kundenanforderungen in natürlicher Sprache
  • Verwaltung inkonsistenter Modellen (Planung, Produktentwicklung, Produktion, Softwareentwicklung...)
  • Modellkopplung in der industriellen Software-Toolkette
  • Interaktive Visualisierung


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Erkennen inkonsistenter und voneinander abhängiger Kundenanforderungen
  • Steigerung des interdisziplinären Verständnisses im Teamwork
  • Kennenlernen und Handhabung gängiger Arten von Inkonsistenzen

Referent: Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser | Sprecherin des SFB 768 - Technische Universität München

Prof. Vogel-Heuser studierte Elektrotechnik (1987, Dipl. Ing.) und promovierte im Bereich Maschinenbau an der RWTH Aachen (1990, Dr. Ing.). Sie sammelte zehn Jahre Industrieerfahrung, u.a. als technischer Geschäftsführer in der Siempelkamp Gruppe (Anlagenbau). Nach Berufungen in Hagen, Wuppertal und Kassel übernahm sie den Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme an der TUM (2009). Sie ist Sprecherin des Sonderforschungsbereichs 768: „Zyklenmanagement von Innovationsprozessen“, Mitglied im Coordination Board des DFG-Schwerpunktprogramms 1593 „Design for Future“ und Mitglied in der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften e.V. (acatech). Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Vogel-Heuser (*1961) liegen im Bereich des System- und Software-Engineerings sowie in der Modellierung von verteilten und zuverlässigen eingebetteten Systemen. Insbesondere stehen die Herausforderungen, welche sich aus der steigenden Nachfrage nach kundenspezifischen Produkten im Anlagenbau ergeben, im Fokus. Zudem sind auch hybride Prozesse und heterogen verteilte, intelligente Systeme unter Einbezug der Mensch-Maschine-Interaktion Teil ihrer Forschung.

Referent: Dr.-Ing. Dorothea Pantförder | Technische Universität München

Dorothea Pantförder hat Elektrotechnik in Wuppertal studiert und im Maschinenwesen an der Technischen Universität München (TUM) promoviert. Zur Zeit ist Sie PostDoc am Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme der TUM. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Mensch-Maschine-Systeme, insbesondere der Unterstützung von Bedienern bei der Prozesssteuerung und -wartung durch 3D-Visualisierung, Augmented Reality und Interaktionsmethoden

Referent: Harald Bauer | Technische Universität München

Harald Bauer M.Eng., geb. 1994, studierte von 2011 bis 2016 „Produktion und Automatisierung“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und der EPF Ecole d’ingénieurs. Seit September 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Technischen Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst die Analyse von Änderungsauswirkungen in der Produktion.

Referent: Michael Sollfrank | Technische Universität München

Michael Sollfrank studierte Maschienenwesen an der TUM und arbeitet seit 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme (TUM - AIS). Seine Forschungsschwerpunkte sind die modellbasierte Entwicklung sowie Themen rund um die industrielle Kommunikation.

Referent: Minjie Zou | Technische Universität München

Minjie Zou studierte Maschinenwesen an der Technische Universität München (TUM) mit dem Masterabschluss im Jahr 2016. Sie ist seit 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl AIS und als Mitglied im Sonderforschungsbereich SFB 768 tätig. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Anwendung wissensbasierter Systeme zur Überprüfung und Optimierung der interdisziplinären Entwicklung von automatisierten Produktionssysteme.

Referent: Mohammad Basirati | Technische Universität München
18:00 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages
18:05 Uhr
Abendveranstaltung: S7 Cocktailparty

Mittwoch, 18. September 2019

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:50 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter

SEMINARE VORMITTAG

09:00 Uhr

Parallele Seminare Vormittag
Seminar 5 - Integration disziplinspezifischer Informationsmodelle im kollaborativen Engineering – Möglichkeiten der Konsistenz- und Wissenssicherung mehr
Die Bedeutung des Datenaustausch innerhalb des Netzwerks der verschiedenen datenerzeugenden und -konsumierenden Softwaresysteme im Lebenszyklus eines technischen Systems wächst. Leider werden der für einen effizienten und qualitativen Entwurf notwenige Datenaustausch sowie die Integration dieser Daten in einem Informationsmodell erschwert. Ein Ansatz zur einfachen Umsetzung des Datenaustausches wird durch eine zentralisierende Datenlogistik gebildet die Datenquellen und Datensenken verbindet. Diese basiert auf drei grundlegenden Säulen: einer zentral Datenlogistik, flexiblen Adaptern als Werkzeugschnittstellen zur Datenlogistik, sowie einem Disziplinen bzw. Gewerke integrierenden Datenmodell, das nicht versucht Inkompatibilitäten zu harmonisieren, aber Abhängigkeiten zwischen Entwurfsdaten abbildbar macht. Ansätze für eine solle Datenlogistik sollen vorgestellt werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • AutomationML
  • Grundlagen und Anwendungshintergründe
  • Datenmodellierung mit AutomationML
  • Datenlogistikstrukturen
Referent: apl. Prof. Dr.-Ing. habil. Arndt Lüder | Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Apl. Prof. Dr.-Ing. habil. Arndt Lüder studierte an der Otto-von-Guericke Universität, wo er 1995 sein Diplom in Mathematik und in 1997 sein Diplom in Wirtschaftsmathematik ablegte. Von 1995 bis 2000 arbeitete er am Lehrstuhl von Professor Hanisch erst an Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und später an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. An letzterer erlangte er 2000 den Titel eines Dr.-Ing. Seit 2001 arbeitet er am IAF. Dort leitet er seit 2006 das Center Verteilte Systeme und habilitierte in 2007 zum Thema "Verteilte Steuerungssysteme". Ende 2011 wurde ihm der Titel "Außerplanmäßiger Professor" verliehen. Das Hauptarbeitsgebiet von Dr.-Ing. habil. Arndt Lüder ist die Anwendung innovativer Technologien auf dem Gebiet der Fabrikautomation. Dabei betrachtet er objekt-orientierte und agenten-orientierte Architektur- und Implementierungskonzepte, mechatronische Konzepte, Engineeringvorgehensweisen, -methodiken und -technologien, die auf diesen aufsetzen, sowie Ethernet basierten Kommunikationssystemen. Neben diesen Forschungsarbeiten ist er in die Arbeit der Arbeitsgruppe "Agenten in der Automation" der GMA sowie die Arbeit des AutomationML e.V. involviert.

Seminar 6 - Wissensmanagement – Wie transferiere ich Expertenwissen vom Hirn ins Projekt? mehr
Veranschaulichung der Aufgabenstellung: „Nutzung vorhandener Potentiale und ihrer Freisetzung im Projektalltag“. Praktische Einführung in die Aufgabenstellung anhand konkreter Beispiele aus der Praxis. Beispiele für den spezifischen Einsatz bekannter Methoden, wie Design Thinking und der TRIZ-Innovationsprinzipien zur Freisetzung von Potentialen zur Nutzung heterogener Wissensquellen im konkreten Entwicklungskontext. Vorstellung von konkreten Lösungsansätzen und deren Umsetzung. Praktisches Erarbeiten von konkreten Lösungen in Kleingruppen der Seminarteilnehmer. Bewertung der Ergebnisse und deren Potential.
Referent: Prof. Dr.-Ing. habil. Oliver Mayer | Bayern Innovativ GmbH

In meinen 28 Jahren beruflicher Aktivität habe ich mich technisch auf regenerative Energiesysteme, deren Technologie und Zusammenwirken konzentriert. Dabei habe ich Teams geleitet, solche Systeme entwickelt, installiert, betrieben und technologisch weiterentwickelt. Aus den Erfahrungen dieser Arbeit habe ich in den letzten 15 Jahren einen intensiven Fokus auf Innovations-methodik und Qualitätssicherung in der Forschung und Entwicklung gerichtet, um schnellere Innovationszyklen erfolgreich und zielgerichtet zu ermöglichen.

Referent: Siegfried Weigert | ibw Siegfried Weigert Industrieberatung

In meiner über 30-Jährigen Berufserfahrung habe ich mich stets mit dem Einsatz von Werkzeugen zur Entwicklung technischer Systeme befasst. Dabei habe ich mein Wissen in den verschiedensten Positionen vom Trainer bis hin zum Projektleiter großer, internationaler Projekte vertieft und weitergegeben. In meiner über 10-Jährigen Tätigkeit als selbstständiger Berater geht es schwerpunktmäßig um Produktentstehung und –planung (buy or make?) und die Wechselwirkungen mit den Weiterentwicklungen und Disruptionen dynamischer Technologien und Infrastrukturen wie etwa Industrie 4.0 und IIoT.

VORTRAGSREIHE VORMITTAGS

09:00 Uhr

Vortragsreihe Vormittag
09:00 Uhr: Keynote: Technologische Innovationen und die richtige Wahl nach dem Verhältnis von Wandel und Stabilität mehr
Eine interdisziplinäre Blickweise auf die gestellten Fragestellungen ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg und wird in dieser Keynote präsentiert. Antwortmöglichkeiten aus verschiedenen Disziplinen zeigen hierbei Unternehmen auf, welche technologischen, aber auch gesellschaftlichen und organisationalen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen. Anhand von illustrativen Fallstudien werden verschiedene Enabling-Technologien vorgestellt. Die dabei identifizierten Entwicklungspotentiale bilden die Grundlage neuer zu erschließender Geschäftsmöglichkeiten. Besonders hier stellt sich die Frage nach dem richtigen Verhältnis von Wandel und Stabilität, mit welchem Unternehmen oftmals konfrontiert sind. Human-zentrische methodische Entscheidungen für das Innovationsmanagement können hierbei die Effizienz und Effektivität von miteinander kollaborierenden Unternehmen signifikant verbessern.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit als wesentlicher Schlüssel für das Innovationsmanagement
  • Human-zentrische methodische Entscheidungen zur Steigerung der Unternehmenseffizienz

Referent: Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser | Sprecherin des SFB 768 - Technische Universität München

Prof. Vogel-Heuser studierte Elektrotechnik (1987, Dipl. Ing.) und promovierte im Bereich Maschinenbau an der RWTH Aachen (1990, Dr. Ing.). Sie sammelte zehn Jahre Industrieerfahrung, u.a. als technischer Geschäftsführer in der Siempelkamp Gruppe (Anlagenbau). Nach Berufungen in Hagen, Wuppertal und Kassel übernahm sie den Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme an der TUM (2009). Sie ist Sprecherin des Sonderforschungsbereichs 768: „Zyklenmanagement von Innovationsprozessen“, Mitglied im Coordination Board des DFG-Schwerpunktprogramms 1593 „Design for Future“ und Mitglied in der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften e.V. (acatech). Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Vogel-Heuser (*1961) liegen im Bereich des System- und Software-Engineerings sowie in der Modellierung von verteilten und zuverlässigen eingebetteten Systemen. Insbesondere stehen die Herausforderungen, welche sich aus der steigenden Nachfrage nach kundenspezifischen Produkten im Anlagenbau ergeben, im Fokus. Zudem sind auch hybride Prozesse und heterogen verteilte, intelligente Systeme unter Einbezug der Mensch-Maschine-Interaktion Teil ihrer Forschung.

09:30 Uhr: Komplexität vs. Kompliziertheit in der Planung technischer Systeme mehr
Die Planung technischer Systeme (beispielsweise in der diskreten Fertigung) ist ein komplizierter Prozess mit vielen Beteiligten. Industrie 4.0 favorisiert daher Standards wie AutomationML oder OPC UA, um dieser Kompliziertheit zu begegnen und wiederholende Tätigkeiten im Bereich des Engineerings zu automatisieren. Wissen wird versucht zu formalisieren.
Was aber, wenn die Anlagenplanung nicht nur kompliziert, sondern auch komplex ist? Die Parallelen zur verteilten Software-Entwicklung sind nicht von der Hand zu weisen - unerwartete Wendungen sind die Herausforderung. Hierfür bieten sich kollaborative Methoden an, die nicht nur auf eine formale Verifikation von Modellen abzielen, sondern ebenfalls die beteiligten Menschen als Individuen, deren Wissen und ihre Interaktion fördern und fordern. Agile Ansätze aus dem Bereich der industriellen Software-Entwicklung können als Vorbild dienen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Mensch als Wissensträger im Mittelpunkt
  • Harmonisierte Standards in Planung und Betrieb
  • Vorbilder aus dem Bereich der agilen Software-Entwicklung im Bereich der Automatisierungstechnik

Referent: Dr. Miriam Schleipen | Siemens AG

Dr.-Ing. Miriam Schleipen studierte Informatik an der Universität Karlsruhe (TH) (heute: Karlsruher Institut für Technologie) und promovierte zum Thema "Adaptivität und semantische Interoperabilität für Manufacturing Execution Systeme (MES)". Von 2005 bis 2017 war sie am Fraunhofer IOSB, ab 2009 in leitender Position, ab 2016 als leitende Wissenschaftlerin "Industrie 4.0 und Interoperabilität". Seit 2017 ist sie als SW-Architektin für die CCO (Common Components) bei der Siemens AG in der DI FA TIP R&D (Digital Industries - Factory Automation - Technology and Innovation & Platforms – Research & Development) tätig. Sie leitet die Arbeitsgruppe "Begriffe Industrie 4.0" im VDI GMA Fachausschuss 7.21 und die gemeinsame Arbeitsgruppe der OPC Foundation und des AutomationML e.V. und ist aktives Mitglied der nationalen/internationalen Standardisierung rund um Themen der Interoperabilität.

10:00 Uhr: Ein Engineering und Operation Support System für den Großanlagenbau mehr
Im datenintensiven Geschäft des Großanlagenbaus ist eine effiziente interdisziplinäre Arbeitsweise ein entscheidender Erfolgsfaktor. Auch Datenqualität und -verfügbarkeit kommen - insbesondere im Zuge der digitalen Transformation - eine hohe Priorität zu. Beide angesprochenen Themen können durch geeignete digitale Lösungen gefördert werden. Das Engineering and Operation Support System (EOS2) wird zu diesem Zweck gemeinsam von der SMS group GmbH und dem Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme der TU München entwickelt. Diese Plattform soll insbesondere die speziellen Herausforderungen des Großanlagenbaus berücksichtigen und interdisziplinäre Prozesse sowie die Datenerfassung in der Vor- und Fertigauslegung unterstützen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Die Herausforderungen bei der Auslegung von Großanlagen
  • Effiziente Wege bei der Unterstützung der interdisziplinären Zusammenarbeit

Referent: Dr. Marius Oligschläger | SMS group GmbH

Seit 2013 als Entwicklungsingenieur bei der SMS group GmbH tätig. Arbeitet in der Zentralen Entwicklung auf den Themengebieten digitale Transformation und Innovationsprozess.

10:30 Uhr: Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
11:10 Uhr: Innovation als Weg aus der Produktivitätsfalle – übergreifendes Innovationsmanagement, das alle Stakeholder einbezieht mehr
Eine große Herausforderung für die deutsche Volkswirtschaft ist die immer stärker spürbare demographische Lücke. Auch wenn es gelingen sollte Reserven zu nutzen, wie Verlängerung der Lebensarbeitszeit, Integration von Zuzüglern, mehr Frauen im Beruf etc., bleibt das Fehlen von Mitarbeitern eine erhebliche Wachstumsbremse. Um nicht an Volumen zu verlieren und damit u.a. die Sozialsysteme zu gefährden, bedarf es einer erheblichen Produktivitätssteigerung.
Drei Innovationsansätze können Wege aus dieser Produktivitätsfalle weisen:
  • Effizienzsteigerung durch Innovationen in Organisation, Prozesse, Produktion, Logistik
  • margenstarke, exportstarke Leistungen durch Innovationen in Produkte, Geschäftsmodelle, Dienstleistungen
  • hohe Standortattraktivität durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Weiterbildung, soziale Innovation, Lebensqualität
Die Transformation durch Digitalisierung bietet vielfältige Chancen diese Ziele erfolgreich zu verfolgen. Voraussetzung ist ein übergreifendes Innovationsmanagement, das alle Stakeholder einbezieht.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dieter Spath | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Uni Stuttgart

Prof. Spath studierte an der TU München Maschinenbau und promovierte am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik (IWB). Anschließend trat er in die KASTO-Firmengruppe ein wo er zuletzt Geschäftsführer war. 1992 bis 2002 leitete er das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik (wbk) der Universität Karlsruhe. Seit 2002 ist er Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und des kooperierenden Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart. Während einer Beurlaubung leitete Prof. Spath von 2013 bis 2016 als Vorstandsvorsitzender die Wittenstein AG. Seit 2016 ist er wieder in der Institutsleitung der beiden Institute und seit 2017 im Ehrenamt Präsident der acatech (Deutsche Akademie für Technikwissenschaften e.V.).

11:40 Uhr: Innovationsgetriebene Produktentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau mit Betonung der Anwendungen zur Smart Factory mehr
Die Digitalisierung erfasst heute nicht nur alle Lebensbereiche, sondern auch alle Geschäftsprozesse innerhalb der Organisationen wie z.B. Innovations- und Produktentwicklungsprozesse sowie die Prozesse der gesamten Wertschöpfungskette. In diesem Vortrag wird exemplarisch dargelegt wie die unterschiedlichen IT-Systeme, CRM, PDM/PLM und ERP medienbruchfrei koppelbar und für die Aufgaben eingesetzt werden können, für die sie am besten geeignet sind.
Zum systematischen Erkennen neuer Technologien ist es sinnvoll Technologie- und Innovationsmanagement-Strukturen in den Organisationen aufzubauen. Es wird beschrieben wie durch den Einsatz eines Technologieradars, Technologien frühzeitig zu erkennen sind und ihr Potential für die bestehenden Produkte und ggf. neue innovative Produkte nutzbar gemacht werden können. Im Innovationsmanagement erfolgt das Erzeugen, Sammeln und Filtern der Ideen, ein Verdichten und eine technische sowie wirtschaftliche Bewertung, bevor sie entweder verworfen oder in den Produktentwicklungsprozess überführt werden.
Der Produktentwicklungsprozess ist über Strategieatlanten steuerbar. Mit den im jeweiligen Strategieatlas dargelegten externen und internen Entwicklungstreibern leiten sich strategisch induziert neue Entwicklungen der bestehenden Produkte ab.
Weiterhin besteht die Herausforderung, die neuen Technologien für die internen Fertigungs-, Montage- und Logistikprozesse sinnvoll zu nutzen. Die Produkte der Maschinen- und Anlagenbauer sind oft die Produktionsanlagen für ihre Kunden, die ebenfalls weitgehend vollautomatisch ablaufen sollen. Die Produktionsanlagen sind aufgrund ihrer Funktionsbestimmung schon mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet, deren Daten zu weiteren Erkenntnissen über das Anlagenverhalten auswertbar sind. Hier ermöglichen die Vernetzungstechnologien und skalierbaren Cloud-Applikationen die Speicherung und Auswertung der Daten mit Methoden der Data Analytics, um etwa Anomalitäten (u.a. Verschleiß) zu detektieren.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Welche Gefahr von neuen disruptiven Technologien ausgehen kann
  • Wie ein Innovations- und Entwicklungsprozess gestaltbar ist
  • Welche Anwendungen aus der Industrie 4.0 im Maschinen- und Anlagenbau möglich sind

Referent: Dr.-Ing. Peter Stelter | ID-Consult GmbH

Studien der Produktionstechnik und Entwicklungstechnik an der FH- und Universität Hannover mit anschließender Promotion am Institut für Mechanik. Anschließende Industrietätigkeit vom Entwicklungs- und Konstruktionsleiter bis zum Technischen Geschäftsführer im Maschinen- und Anlagenbau in den Branchen Chemie-, Pharma- und Verpackungstechnikanlagenbau. Beratung internationaler Unternehmen mit den Themen Innovations- und Produktentwicklung, Produkt- und Plattformkonzeption, Varianten- und Komplexitätsmanagement, Innovationsmanagement, Technologiemanagement, Design-to-Cost, Projektmanagement. Autor zahlreicher Fachpublikationen über mechanische Verfahrenstechnik und mechatronische Produktentwicklungen. Köln, 9.7.2019

12:10 Uhr: Herausforderungen und Lösungswege für die Hypotheseninventur in der datengestützten Retrofit- und Generationenplanung mehr
Moderne Möglichkeiten der Datenerhebung erfahren im Maschinen- und Anlagenbau steigende Anwendung. Im Betrieb entstehen demzufolge mehr und mehr Daten. Die Analyse der Produktdaten kann Unternehmen bei der Planung der nächsten Produktgenerationen sowie von Retrofit-Lösungen helfen. Die dabei drohenden Sammlung unbegrenzter Datenmengen soll durch den Einsatz von Produkthypothesen vorgebeugt werden. Produkthypothesen werfen einen Zusammenhang auf, wie z.B. „Die Maschine fällt meistens aus, weil der Hammer bricht.“ Für die Validierung dieser Hypothese können anschließend gezielt Daten erhoben werden.
Im Forschungsprojekt DizRuPt soll in Zusammenarbeit mit vier Anwendern ein Instrumentarium für die datengestützte Retrofit- und Generationenplanung entwickelt werden. In unserem Vortrag gehen wir auf Herausforderungen und mögliche Lösungswege der Umsetzung in der Praxis ein.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie erhebe ich Produkthypothesen für die Retrofit- und Generationenplanung?
  • Welche Herausforderungen stellten sich in der Durchführung der Hypotheseninventur in der Praxis?
  • Welche Lösungswege bieten sich an?


Referent: Maximilian Frank  | Heinz Nixdorf Institut, Universität Paderborn

Maximilian Frank, M.Sc. studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau an der Universität Kassel und an der Technischen Universität Berlin. Während des Studiums absolvierte Herr Frank zahlreiche Praktika in Deutschland und China unter anderem bei Daimler, Bosch und Miele. Seit August 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Heinz Nixdorf Institut bei Prof. Gausemeier in der Fachgruppe Strategische Produktplanung und Systems Engineering und bei Prof. Dumitrescu in der Fachgruppe Advanced Systems Engineering. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Kompetenz- und Innovationsmanagement, der Smart Service Planung sowie der Generationen- und Retrofitplanung. Er leitet und bearbeitet in diesen Bereichen zahlreiche Industrie- und Forschungsprojekten.

12:40 Uhr
Keynote ASE & 360°: Forever Young Software – Wie kann man Softwareevolution managen? mehr
Die steigende Nachfrage von Kunden nach individualisierten Massenprodukten sowie die damit einhergehende Forderung nach mehr Flexibilität und Wandelbarkeit im Produktionsprozess hat in der Entwicklung von automatisierten Produktionssystemen (aPS) nicht nur Einfluss auf die verwendete Hardware, sondern vor allem auf die entsprechende Steuerungssoftware. Nach aktuellen Studien sind jedoch, trotz vieler bekannter Nachteile, ungeplante Wiederverwendungsstrategien wie „Copy, Paste and Modify“ noch immer die am häufigsten eingesetzten Methoden in der Steuerungsentwicklung neuer aPS. Diese Methode, bei der bestehende Teile oder ganze Softwareprojekte kopiert und an die Anforderungen des aktuell zu entwickelnden aPS angepasst werden, birgt unter anderem das Risiko beim Ändern nicht alle notwendigen Teile korrekt zu adaptieren.
In dieser Keynote wird ein gesamtheitlicher Überblick über die Konzeptionierung, Implementierung, Wiederverwendung, Dokumentation, Wartung und Evolution von modularer Steuerungssoftware dargestellt. Der Fokus liegt hierbei auf aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen aus der Forschung in den einzelnen Phasen der Softwareevolution.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser | Sprecherin des SFB 768 - Technische Universität München

Prof. Vogel-Heuser studierte Elektrotechnik (1987, Dipl. Ing.) und promovierte im Bereich Maschinenbau an der RWTH Aachen (1990, Dr. Ing.). Sie sammelte zehn Jahre Industrieerfahrung, u.a. als technischer Geschäftsführer in der Siempelkamp Gruppe (Anlagenbau). Nach Berufungen in Hagen, Wuppertal und Kassel übernahm sie den Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme an der TUM (2009). Sie ist Sprecherin des Sonderforschungsbereichs 768: „Zyklenmanagement von Innovationsprozessen“, Mitglied im Coordination Board des DFG-Schwerpunktprogramms 1593 „Design for Future“ und Mitglied in der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften e.V. (acatech). Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Vogel-Heuser (*1961) liegen im Bereich des System- und Software-Engineerings sowie in der Modellierung von verteilten und zuverlässigen eingebetteten Systemen. Insbesondere stehen die Herausforderungen, welche sich aus der steigenden Nachfrage nach kundenspezifischen Produkten im Anlagenbau ergeben, im Fokus. Zudem sind auch hybride Prozesse und heterogen verteilte, intelligente Systeme unter Einbezug der Mensch-Maschine-Interaktion Teil ihrer Forschung.

13:20 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung

SEMINARE NACHMITTAG

14:20 Uhr

Parallele Seminare Nachmittag
Seminar 7 - System of Systems Engineering und Inkonsistenz-Management: Auf dem Weg zu einem modellbasierten Digital Twin Engineering mehr
Zur Umsetzung und Nachverfolgbarkeit eines Digital Twin Engineerings müssen neben 3D CAD-Modellen auch logische Modelle, die Abläufe und das Verhalten eines Systems kontinuierlich über die Zeit erfassen, Berücksichtigung finden.
Wir gehen einen ersten Schritt in diese Richtung und stellen ein Rahmenwerk zur Verbindung von Hardware, Software, Laufzeit und Simulation durch verzahnte Ausführungsschleifen vor. Dieses Modellgerüst bildet die Grundlage für Abfragen über die im Zeitablauf entstandenen Veränderungen. Diese werden auch in Modellen zugänglich gemacht.
Solche Modelle werden in kollaborativen Teams meist gleichzeitig weiterentwickelt. Es müssen also Änderungen visualisiert und Konflikte behoben werden. Ein solches Konfigurationsmanagement für Modelle bietet das Tool LemonTree.
Wir stellen unsere Ansätze anhand eines digitalen Zwillings (5-Achsen Greifarmroboter) und LemonTree vor.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Digital Twin Engineering
  • Kollaborative Modelle
  • Konfigurationsmanagement

Referent: Dr. Alexandra Mazak  | JOHANNES KEPLER UNIVERSITÄT LINZ

Alexandra Mazak studierte Data Engineering & Statistics, Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik sowie Informatikmanagement an der TU Wien. Ihre Doktorarbeit konzentrierte sich auf Ontology Engineering und Ontology Alignment. Vor ihrer wissenschaftlichen Laufbahn sammelte sie 16 Jahre Erfahrung als Unternehmerin im Bereich IT-Entwicklung und Database Marketing. An der TU Wien nahm sie an mehreren nationalen und internationalen Forschungsprojekten teil wie InteGra 4.0 (horizontale und vertikalen Informationsintegration auf Basis von Industriestandards). Sie konzipierte und leitete den ersten multidisziplinären Innovationskurs für Digitale Transformation in Produktentwicklung und Produktion (DigiTrans 4.0). Derzeit leitet sie das Modul „Reactive model repositories“ im CDL-MINT und arbeitet als wissenschaftliche Beraterin beim Österreichischen Rat für Forschung und Technologieentwicklung.

Referent: Konrad Wieland | LieberLieber Software GmbH

Dr. Konrad Wieland studierte bis 2008 Wirtschaftsinformatik an der TU Wien, gefolgt von der Dissertation am „Institute of Software Technology und Interactive Systems“ rund um die teambasierte Entwicklung von Modellen. Er veröffentlichte im Zuge dessen gemeinsam mit SparxSystems und LieberLieber zahlreiche Publikationen. 2012 wechselte er zu LieberLieber und arbeitet zunächst als Berater für zahlreiche Unternehmen aus der Automotive sowie Defense Branche im Bereich Modellierung und modellgetriebene Software- und Systementwicklung. Diese Erfahrungen setzte er als Leiter des Produktmanagements seit 2016 ein, um Standardprodukte von LieberLieber erfolgreich auf dem Markt zu etablieren. Konrad Wieland lebt mit seiner Familie in Wien, Österreich.

Referent: Sabine Wolny | JKU Linz

Sabine Wolny studierte Wirtschaftsinformatik an der TU Wien, wo sie im Oktober 2013 ihren Masterabschluss erhielt. Der Titel ihrer Masterarbeit lautete "Automatisiertes White-Box Testen für regelbasierte Modelltransformationen". Von 2013 bis Februar 2019 arbeitete sie als Projektassistentin im Forschungsbereich Bauphysik am Institut für Werkstofftechnologie, Bauphysik und Bauökologie mit dem Schwerpunkt Projektmanagement und Entwicklung von Softwarelösungen. Von 2015 bis Februar 2019 arbeitete sie ebenfalls in der Business Information Group und half unter anderem im Innovationskurs DigiTrans 4.0 mit. Derzeit arbeitet sie an der JKU Linz im CDL-MINT und am Projekt „Virtuelle Flughafenstadt – Flughafen Wien“ in Kooperation mit der TU Wien. Ihre Forschungsinteressen umfassen SysML, Modellierung, Simulationen, Reverse Engineering, Datenintegration und Rückführung von Laufzeitinformationen.

Seminar 8 - Transformation der Wertschöpfung und Arbeit durch Smart Services mehr
Produzierende Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus forcieren gegenwärtig vielfach den Wandel vom Produkthersteller zum Serviceanbieter. Dabei stehen insbesondere digitale Services – sog. Smart Services – im Fokus der Unternehmen. Die erforderlichen hybriden Wertschöpfungssysteme zur Erbringung von digitalen Smart Services unterscheiden sich jedoch mitunter grundlegend von den Systemen, die gegenwärtig in den klassischen, hardwaregetrieben Unternehmen des Maschinen- und Anlagebaus vorherrschen. Die angestrebte Transformation vom Produkthersteller zum Smart-Service-Anbieter kann folglich nur dann gelingen, wenn das bestehende Wertschöpfungssystem entsprechend angepasst wird. Dabei muss der Transformationsprozess als soziotechnischer Prozess in den Dimensionen „Mensch“, „Organisation“, „Business“ und „Technik“ vollzogen werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Was sind Smart Services (SmS)?
  • Welche Auswirkungen haben SmS auf die Wertschöpfung?
  • Welche Implikationen hat dies für die sozio-technische Transformation zum SmS-Anbieter?

Referent: Christian Koldewey | Heinz Nixdorf Institut Universität Paderborn

Christian Koldewey, M.Sc., studierte Maschinenbau an der Universität Paderborn und der Fachhochschule Bielefeld mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik. Seit 2015 ist er wissen-schaftlicher Mitarbeiter am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn in den Fach-gruppen Strategische Produktplanung und Systems Engineering von Prof. Gausemeier und Advanced Systems Engineering von Prof. Dumitrescu. Dort arbeitet er im Team Strategische Planung und Innovationsmanagement. Seine Forschungsthemen sind Smart Service Innovati-on und Strategie sowie Geschäftsmodelle für Industrie 4.0. In diesen Bereichen leitet er zahl-reichen Forschungs- und Industrieprojekte, u.a. die Projekte IMPRESS und DigiBus.

Referent: Jannik Reinhold  | Heinz Nixdorf Institut

Jannik Reinhold, Jahrgang 1991, studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrotechnik an der Universität Paderborn. Seit 2018 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn. Er arbeitet in der Fachgruppe Advanced Systems Engineering am Lehrstuhl von Prof. Dr.-Ing. Dumitrescu. Die Schwerpunkte der Fachgruppe liegen in der strategischen Planung und dem Innovationsmanagement für intelligente technische Systeme. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Vorausschau, der Strategieentwicklung und insbesondere in der strategischen Planung von Wertschöpfungsnetzwerken. Themenschwerpunkte setzt er dabei auf Digitalisierung, Smart Services und künstliche Intelligenz. In diese Bereichen ist er in zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten tätig.

VORTRAGSREIHE NACHMITTAG

14:20 Uhr

Vortragsreihe Nachmittag
14:20 Uhr: Keynote: Sind Dialoge zwischen „Blaumann“ und Maschine möglich? mehr
Schnittstellen für die Kommunikation mit Maschinen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Wartungen sind oft noch nicht optimal für Techniker. Ideal wäre eine Art „Chatbot“, bei dem wir uns mittels natürlicher Sprache mit der Maschine, dessen Dokumentation und aber auch mit menschlichen Experten unterhalten können. Die Erwartungen sind hoch, aber was ist von dieser Vision in den nächsten drei Jahren eventuell möglich und was bleibt zunächst ein Buzzword?
Dieser Vortrag gibt einen Überblick ausgesuchter Benchmarks, Intent-Taxonomien und Deep-Learning-Methoden der Natural Language Understanding Community. Darin werden Arbeiten des DATEXIS-Teams und anderer international agierender Gruppen vorgestellt. Den Einsatz dieser Methoden für „Chatbots“ in der Industrie wird anhand des Forschungsprojekts „Service Meister“ vorgestellt und bewertet. Zudem zieht der Vortrag Parallelen zu medizinischen Szenarien in der Human-Diagnostik, welche mit der Berliner Charité erarbeitet werden, um so einen Blick über das Ingenieurswesen hinaus zu werfen.

Referent: Prof. Dr.-Ing. habil. Alexander Löser | DATEXIS-group at Beuth Hochschule Berlin

Prof. Alexander Löser leitet das Forschungszentrum Data Science an der Beuth-Hochschule, ist Experte in der BMBF Plattform Lernende Systeme und Vorstand im Berliner Einsteinzentrum Digitale Zukunft (ECDF). Er berät zahlreiche Unternehmen, wie ebay/mobile.de, Münchner Rück, IBM oder Krohne Messtechnik beim Aufbau der Data Science Organisation bzw. beim Design von KI-Produkten. Bereits jetzt schon gehört die Beuth-HS zu den führenden Forschungsgruppen für Neural-Text-Mining in Deutschland und kann zahlreiche Projektpartner bzw. Anwender vorweisen, z.B. SpringerNature, Exasol AG, Zalando SE, Siemens SE, Charité, Helios-Kliniken oder das DFKI.

14:50 Uhr: Den Innovationswettlauf durch ein Ökosystem aus Allianzen, Start-ups und Verbrauchern gewinnen mehr
In diesem Vortrag beschreibt der Referent, wie BSH Hausgeräte ein Ökosystem aus Allianzen und Start-ups aufbauen und ihre Kunden – die Konsumenten – integriert, um in einem immer schneller werdenden Innovationswettlauf bestehen zu können. Er stellt auch vor, was das das Unternehmen nicht tut und warum.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie wir unser Ökosystem aus Allianzen und Start-ups aufbauen
  • Wie wir unsere Konsumenten integrieren - und was wir nicht tun

Referent: Dr. Stefan Langer | BSH Hausgeräte GmbH

Dr.-Ing. Stefan Langer, Jahrgang 1980, studierte Maschinenwesen an der RWTH Aachen sowie der UFSC Florianópolis, Brasilien. Im Anschluss promovierte er am Lehrstuhl für Produktentwicklung der Technischen Universität München, wo er in Beratungs- und Forschungsprojekten zu Innovationsmanagement (u.a. als Geschäftsführer des SFB 768), Produktarchitektur und Änderungsmanagement tätig war. Im Jahr 2013 begann er seine Laufbahn bei der BSH Hausgeräte GmbH als Inhouse Consultant im Bereich Corporate Strategy. Seit 2016 leitet er ein Team im Bereich Corporate Innovation, das Produkt- und Service-Innovationen von der Idee bis zur Pilotierung vorantreibt. Aktuelle Themenschwerpunkte sind digitale Geschäftsmodelle, vernetzte Produkte und neue Formen der Nutzerinteraktion.

15:20 Uhr: Zyklenmanagement in der industriellen Praxis: Ein Werkzeugkasten für das praxisorientierte, antizipative Technologiemanagement in der Produktion mehr
Im Industrietransferprojekt T02 wurde ein Werkzeugkasten für das strategische Technologiemanagement in der Produktion entwickelt und in der industriellen Praxis erprobt und validiert. Der Fokus liegt hierbei auf der Identifikation bzw. Planung innovativer Produktionstechnologien sowie deren Reifegrad-, Potenzial- und Wirtschaftlichkeitsbewertung. Die Berücksichtigung zyklischer Einflussfaktoren ermöglicht zudem die Antizipation zukünftiger Entwicklungen. Etablierte Lebenszyklusmodelle stellen in diesem Zusammenhang beispielsweise der Produkt-, Technologie- und Betriebsmittelzyklus dar.
In diesem Vortrag werden fünf ausgewählte und praxiserprobte Aspekte zur Planung und Bewertung von Produktionstechnologien präsentiert. Die Zusammenführung dieser Methoden und Modelle mit etablierten Zyklusmodellen ermöglicht ein antizipatives Vorgehen. Es werden bekannte theoretische Modelle und Methoden vorgestellt, kritisch diskutiert sowie deren Adaption zur Anwendung in der industriellen Praxis präsentiert.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Methoden des vorausschauenden Denkens und Handelns
  • Werkzeuge zur Bewertung und Planung innovativer Produktionstechnologien
  • Kritische Reflektion theoretischer Modelle und deren praktischer Anwendung

Referent: Dr. Alexander Schönmann | MAN Truck & Bus AG

err Dr.-Ing. Alexander Schönmann, geb. 1985, studierte Wirtschaftsingenieurwesen (M.Sc.) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und war von 2014 bis 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Technischen Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt umfasste die vorausschauende Planung und Bewertung von Produktionstechnologien. Im Rahmen der Bearbeitung eines Industrietransferprojekts wurden wissenschaftliche Methoden und Modelle in die Praxis transferiert, deren Anwendbarkeit analysiert und entsprechend der industriellen Bedarfe adaptiert. Herr Alexander Schönmann ist aktuell Projektleiter (Produktion & Logistik) bei einem führenden Hersteller von Nutzfahrzeugen und führte einen Lehrauftrag für die Vorlesung Betriebsstättenplanung und Ergonomie aus.

15:50 Uhr: Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
16:30 Uhr: Wissensmanagement: Wie können heterogene Wissensquellen integriert und effektiv in dynamischen Innovationsumfeldern genutzt werden? mehr
Die ISO 9001-2015 führt Wissensmanagement verbindlich in Zertifizierungsmaßnahmen ein, die Unternehmen durchführen müssen, um auditiert zu werden. Das erfolgt in einer Zeit, in der sich Innovationszyklen beschleunigen und die Varianz der Produkte stetig ansteigt. Ohne methodisches Vorgehen gehen teure Wissensdatenbanken und Dokumentenmanagementsysteme einschließlich ihrer Communities häufig an mangelnder Nutzung ein und werden zu Investitionsgräbern.
Dieser Vortrag reißt die Anforderungen der ISO 9001-2015 an und stellt wichtige Anforderungen dar. Es werden die wichtigsten Handlungsfelder benannt, ebenso wie zwangsläufig auftretende Konflikte und wie man sie umschifft.
An einem eigenen Beispiel wird eine Demo für eine Wissensmanagement-Lösung kritisch diskutiert. Es werden Methoden erläutert, die bei der Einführung einer passenden Wissensmanagement-Lösung helfen können. In der Demo wird ein DMS (Dokumentenmanagementsystem) gezeigt, mit angebundener Suchmaschine und angeschlossenem semantischem Netz. Abschließend wird erklärt, dass Software alleine nicht die Lösung ist.

Referent: N. N.
17:00 Uhr: Model Based Systems Engineering als disziplinübergreifende Klammer der Systementwicklung im Maschinenbau mehr
Innovationen und Weiterentwicklungen sind durch ein immer höheres Maß an notwendiger Zusammenarbeit geprägt. Dabei müssen nicht nur die unterschiedlichen Bereiche der Entwicklung – nämlich Mechanik, Elektrik/ Steuerung und Software – intensiv Informationen austauschen. Auch mit den Bereichen Vertrieb, Montage, Dokumentation und Aftersales (Services) müssen die detaillierten Anforderungen an das Produkt bzw. den Entstehungsprozess abgestimmt und festgelegt werden. Die Vielzahl der Informationen, die meist in unterschiedlichen Dokumenten vorliegen, müssen synchron gehalten werden. Auch muss es möglich sein auf sie einfach und strukturiert zuzugreifen.
Die Auswirkungen von Entscheidungen, die früh im Innovationsprozess getroffen werden, können oftmals erst wesentlich später abgeschätzt werden und somit zu potentiell kostspieligen Änderungen führen. An Hand von zwei Anwendungsbeispielen der Industrie wird aufgezeigt, wie das Model Based Systems Engineering (MBSE) eingesetzt werden kann, um dies zu verhindern.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Einordnen von Model Based Systems Engineering (MBSE) im Entwicklungsprozess
  • Beispiele der Anwendung von MBSE über die Software hinaus
  • Konkrete Vorgehensweise beim Einsatz von SysML

Referent: Dr. Andreas Gallasch | Software Factory GmbH

Dr. Andreas Gallasch ist Geschäftsführer der Software Factory GmbH. Als Business Architekt und Mentor unterstützt er Unternehmen bei der durchgängigen Digitalisierung - von der Produktidee und Modularisierung, der Modellierung und Anforderungsdefinition, der Konstruktion und Softwareentwicklung über die Produktion bis hin zum Service. Weitere Stationen seines beruflichen Werdegangs waren die Leitung der Global Services Organisation bei PTC für die DACH-Region. Zudem war er Unternehmensberater bei IBM und unterstütze Kunden in Fragen zur Produktentwicklung, zur Logistik und zur Produktion. Ursprünglich studierte er Maschinenbau mit Schwerpunkt Konstruktion und Entwicklung und promovierte zum Thema Informationstechnik in der Produktion. Es ist ihm ein großes Anliegen, die Brücke zwischen den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu schlagen und neue Trends auf den Markt zu bringen.

17:30 Uhr: Nutzung und Integration heterogener Wissensquellen bei technischen Systemen in einem dynamischen Entwicklungsumfeld mehr
Dokumentenwissen ist heutzutage mit AI-Methoden leicht zugänglich und gut organisierbar. Expertenwissen hingegen ist im Gehirn versteckt und kann aufgrund psychologischer Effekte vielfach nicht direkt aufgerufen werden. Es muss daher gesondert „getriggert“ werden, um es zugänglich zu machen.
Besonders ergiebig ist die Verbindung heterogener Wissensquellen durch kontroverse Diskussion. Dies setzt jedoch eine ebenso offene wie zielgerichtete Kommunikation voraus. Hierzu müssen gemeinsame „Regeln“ und Ablaufschritte festgelegt werden, um reproduzierbare und nachvollziehbare Ergebnisse erreichen zu können.
Methoden, die dies unterstützen und fördern sind Design Thinking und TRIZ, die sich hier gut ergänzen: Während Design Thinking den Schwerpunkt kundenzentrisch setzt (Bedürfnisse formuliert), befasst sich TRIZ konkret mit vorhandenen und neu zu entwickelnden Technologien und deren Implementierung. Dieser Dialogvortrag stellt beide Methoden vor und beschreibt Möglichkeiten und Grenzen, vor allem in Hinblick auf die Wechselwirkung mit dem menschlichen Gehirn.

Referent: Prof. Dr.-Ing. habil. Oliver Mayer | Bayern Innovativ GmbH

In meinen 28 Jahren beruflicher Aktivität habe ich mich technisch auf regenerative Energiesysteme, deren Technologie und Zusammenwirken konzentriert. Dabei habe ich Teams geleitet, solche Systeme entwickelt, installiert, betrieben und technologisch weiterentwickelt. Aus den Erfahrungen dieser Arbeit habe ich in den letzten 15 Jahren einen intensiven Fokus auf Innovations-methodik und Qualitätssicherung in der Forschung und Entwicklung gerichtet, um schnellere Innovationszyklen erfolgreich und zielgerichtet zu ermöglichen.

Referent: Siegfried Weigert | ibw Siegfried Weigert Industrieberatung

In meiner über 30-Jährigen Berufserfahrung habe ich mich stets mit dem Einsatz von Werkzeugen zur Entwicklung technischer Systeme befasst. Dabei habe ich mein Wissen in den verschiedensten Positionen vom Trainer bis hin zum Projektleiter großer, internationaler Projekte vertieft und weitergegeben. In meiner über 10-Jährigen Tätigkeit als selbstständiger Berater geht es schwerpunktmäßig um Produktentstehung und –planung (buy or make?) und die Wechselwirkungen mit den Weiterentwicklungen und Disruptionen dynamischer Technologien und Infrastrukturen wie etwa Industrie 4.0 und IIoT.

18:00 Uhr
Ende der Veranstaltung